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UNSERE OSTSEE

Sammelst du gerne Muscheln und gehört das Beobachten der Meereswellen zu deinen Lieblingsbeschäftigungen? Hast du schon mal Fisch direkt vom Fischer geholt? Die Ostsee zieht mit ihren Sandstränden sehr viele Besucher an. Viele vergessen dabei, dass es sehr viel Wissenswertes über die Flora und Fauna der Ostsee zu lernen gibt.
 
Die Entwicklung der Ostsee erstreckte sich über Tausende von Jahren. Nachdem das Becken der Ostsee durch den Gletscher abgeschürft wurde und die Eisbrocken, die durch den Gletscher hinterlassen wurden, anfingen zu tauen, füllte sich das bisher leere Relief mit Tauwasser. Das war vor ca. 10.000 bis 11.000 Jahren. Da der Wasserspiegel stetig stieg und der natürliche Damm zwischen den Meeren entfiel, strömte das Salzwasser in die bisher mit Tauwasser gefüllte Ostsee und brachte diverse Tierarten mit sich. Darunter die Muschel Yoldia Arctica, von der der wissenschaftliche Name der Ostsee in dieser Entstehungsperiode stammt. Die durch das Schmelzen des Gletschers entlasteten Landmassen fingen an, sich zu heben und unterbrachen die Verbindung des Yoldia Meeres zur Nordsee. Die in die Ostsee mündenden Flüsse verringerten schließlich vor ca. 9.000 Jahren den Salzgehalt im Yoldia Meer. Die Lebensbedingungen veränderten sich damit gravierend. Eine neue charakteristische Schneckenart siedelte sich im Baltikum an. Nach ihr wurde die Ostsee in dieser Entwicklungsperiode durch die Geologen mit dem Namen Ancylus-See getauft. Circa 2.000 Jahre später wurde durch den erneuten Anstieg des Wasserspiegels in der Ancylus-See die einst bestehende Verbindung zur salzigen Nordsee wieder hergestellt. Diese dramatische Geschichte der Ostsee, in der es buchstäblich rauf und runter geht, macht Lust auf mehr. Hast du dich schon mal gefragt, welche weiteren Entwicklungen es in derdie Ostsee gab?
 
Die meisten in der Ostsee lebenden Tierarten können sehr gut mit der Veränderung des Salzgehaltes im Meerwasser umgehen. In der Ostsee kommen hauptsächlich: Heringe, Garnelen und Dorsche vor. Durch Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel: geschützte Laichzeit, Fangquoten, Fischereitechniken und Aktivitäten mit dem Ziel der Erneuerung der Bestände, verbessert sich die Lage der bedrohten Fischarten in der Ostsee.
 
Außer Fischen gehören auch einige Säugetiere wie die Kegelrobbe, der Seehund und der Schweinswal zu den Bewohnern der Ostsee. Am steinigen Meeresgrund der Ostsee leben unter anderem Krebse, Muscheln, Quallen und Schnecken.
 
Zu den kleinsten Organismen in der Ostsee zählt man die Algen. Während die Algen sich im Wasser frei bewegen, wachsen Gräser und andere Pflanzen am Meeresgrund.
 
Die Ostsee ist reich an Rohstoffen: Erdöl, Erdgas, der aus dem Harz der Nadelbäume entstandene Bernstein und andere Mineralien.
 
Nachdem du nun einiges über die Ostsee erfahren hast, denke bei deinem nächsten Besuch am Strand über die in der Ostsee verborgenen Schätze nach.